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Nachnutzung der Landesgartenschau Parks Aschersleben

Herrenbreite
Nach dem Großereignis soll die Herrenbreite vorrangig als Eventfläche genutzt werden. Da der bestehende Zaun erhalten bleibt, werden jeweils an den Ecken sowie am Übergang zum Bestehornpark, an der Neuen Straße und an der Johannispromenade Ein- und Ausgänge eingerichtet. In den Eingangsbereichen „Bahnhof“ und „Post“ sowie am Fontänenfeld bleiben die vorhandenen ovalen Dreiergruppen der Großbeete erhalten. Die übrigen werden zu Rasenflächen umgearbeitet. In der Prachtpromenade werden ca. 60 Prozent der einjährigen Blumen durch dauerhafte Staudenpflanzungen ersetzt, die anderen Teile als Wechselflorflächen weiter bewirtschaftet. Die Themengärten werden fast vollständig zurückgebaut.

Bestehornpark
Auf dem zuvor unzugänglichen Areal der Bestehornschen Papierdruckfabrik ist zur Internationalen Bauausstellung und Landesgartenschau 2010 ein modernes Bildungszentrum mit einem grünen Campusgelände entstanden. Das Thema „Erlernen“ hat für diese Parkfläche nach der LaGa weiterhin Priorität. Auch an diesem Park ist aus Sicherheitsgründen eine Einzäunung vorgesehen.

Der öffentlich nutzbare Raum des Bestehornparks wird sich westlich des Riegelbaus von Arno Lederer (Stuttgart) befinden. Die Flüster-Olearien, das sensorische Labyrinth und alle Staudenbepflanzungen bleiben erhalten. Die Bespielung der Flüster-Olearien könnte die Kreativ-Werkstatt im Riegel übernehmen, welche dort nach dem Rückbau der Blumenhalle und der Kunstausstellung einziehen wird. Das Erdgeschoss wird in eine Mensa, eventuell mit einem Café, umfunktioniert.

In einem Teil des 1. Obergeschosses ist ab dem Frühjahr 2012 das grafische Werk des Malers Neo Rauch zu sehen. Die übrigen Räume der beiden Obergeschosse wird die Kreativ-Werkstatt nutzen. Im östlichen Teil des Bestehornparks, zurzeit Lager- und Parkplatz, entstehen im Jahr 2011 eine Zweifelderhalle, Freisportanlagen sowie Schulhöfe.

Stadtpark
Die Fläche soll auch nach der LaGa durch ihre ruhige Atmosphäre der Erholung und Entspannung dienen. Der Park soll aus Sicherheitsgründen weiter eingezäunt bleiben. Als Zugang dient weiterhin der Eingang an der Parkstraße.

Im Stadtpark waren drei Themengärten dauerhaft angelegt worden: der Gedächtnishain, der Dodo-Garten und der Doppelgarten „Olearius-Schatz“. Die übrigen Gärten werden zurückgebaut, wobei die Staudenpflanzungen bleiben.

Die Stadt Aschersleben freut sich sehr, dass die Kirche den Kirchengarten mit dem Gärtnerhaus als Begegnungsstätte „Adam-Olearius-Haus“ mittelfristig weiterführen möchte. Der Kirchengarten hat die LaGa mit seinen Veranstaltungen sehr bereichert. Er wird auch zukünftig ein besonderer Anziehungspunkt im Stadtpark sein.

Rosarium
Das Rosarium aus den 1930er Jahren wurde zur Gartenschau nach alten Vorlagen wiederhergestellt. Nach der Schau ergeben sich dort nur wenige Veränderungen. Das Gastronomiezelt wurde zurückgebaut und wird durch einen Versorgungskiosk mit WC-Anlage ersetzt. Für die Unterhaltung des Rosariums liegt eine Absichtserklärung des Fördervereins der Landesgartenschau Aschersleben 2010 e. V. vor.

Eine-Terrasse
Die Eine-Terrasse ist als Teil des IBA-Projektes „Eine-Lauf“ im Vorfeld der LaGa aus einer ehemaligen Industriebrache entstanden und bietet eine fußläufige Anbindung des Wohngebietes „Pfeilergraben“ an die Innenstadt. Die Einzäunung bleibt mit den bekannten Eingängen am Pfeilergraben und an der Steinbrücke (Altstadt/B 180) erhalten.

Da die Eine-Terrasse gleichzeitig als Retentionsfläche zur Hochwasservorsorge dient, können mögliche Aufbauten wie Themengärten, Spielfelder (Beachvolleyball) oder Gastronomie nur in Abstimmung mit der Unteren Wasserbehörde erfolgen.

Promenadenring
Der rund 2,2 km lange Promenadenring entlang der historischen Stadtbefestigungsanlage ist ein touristisch interessanter Bestandteil des Landesprojektes „Gartenträume – Historische Parks in Sachsen-Anhalt“. Hier schließt sich harmonisch der grüne Kreis der Gärten und Parks mit einem Spaziergang um die liebevoll sanierte Altstadt.