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Amanda Hasenfusz
Pressesprecherin und Online-Redaktion

Hast du ein Lebensmotto?
Carpe diem. Im Jetzt leben. Jeden Tag genießen. Jeden Tag versuchen glücklich, freundlich, unkompliziert zu sein. Kompliziertheit und Unfreundlichkeit gibt es schon reichlich auf der Erde, da muss man nicht noch etwas zu beisteuern. Das Leben insgesamt positiv wahrnehmen. Das Negative nicht übersehen, sondern ins Positive zu wenden versuchen. Die Kritikwürdigkeit vieler Umstände nicht aus den Augen verlieren. 

Was macht dich traurig? Was bringt dich „auf die Palme“?
Bedrückte Menschen machen mich oft traurig. Menschen, die desillusioniert scheinen. Menschen, die keine Hoffnung mehr in den Augen tragen, weil sie sich ihrem Schicksal ergeben haben. Traurig machen mich Politiker, die nicht mal im Traum daran denken, dass die derzeitigen gesellschaftlichen Probleme nicht mit alten Denk- und Verhaltensweisen gelöst werden können. Leute, die keine Alternativen im Kopf haben, sind schrecklich langweilig. Über meinem Bett hängt ein Plakat auf dem steht „Rückschritt kultivieren“ (shrinking cities). Das ist vielleicht auch so ein Lebensmotto. Besser als immer nur dem Fortschritt um des Fortschritt willens zu huldigen.

Welche Eigenschaften schätzt du an Menschen besonders?
Ich mag Menschen, die althergebrachte Verhaltens- und Denkweisen kritisch hinterfragen. Menschen, die keine Angst vor den Konsequenzen haben, die ein Nachsinnen und Entdecken mit sich bringen. Menschen, die Zivilcourage an den Tag legen, schätze ich über alles. Dazu braucht man Mut. Und den haben leider heutzutage viele Menschen nicht mehr, weil sie sich in ökonomische, parteipolitische oder allgemein weltanschauliche Abhängigkeiten begeben haben. Oder – was noch öfter vorkommt – Leute einfach nur ihre Ruhe haben wollen. Der Welt fehlen Millionen kritischer Geister…

Was ist das prägnanteste Erlebnis in deinem bisherigen Leben gewesen?
Vor zehn Jahren habe ich mein Leben grundlegend geändert. Raus aus der Beamtenstellung, rein ins Studium der Kunstgeschichte und Geschichtswissenschaft. Dieser Sprung hat mein Lebensgefühl enorm positiv beeinflusst und meinen Horizont erweitert – auch jenseits der Studienfächer. Ich habe Sicherheit gegen Freiheit getauscht und es ist mir wunderbar bekommen.

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